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Trauma und die Folgen

 

Entstehung – Verarbeitung – Behandlung 

 
„Es gibt nur ein Gegengewicht gegen Unglück ...... und das ist Glück.“
(Erich Fried)
 
Während früher das Trauma in den Eigenschaften des auslösenden Ereignisses gesehen wurde, wird heute immer mehr akzeptiert, dass ein bestimmtes Ereignis für den einen Menschen traumatisierend wirkt, für einen anderen jedoch nicht.
 
Welcher Mensch bei diesem Ereignis eine Folgetraumatisierung davonträgt, hat wenig mit der psychischen Stärke oder Schwäche dieser Menschen zu tun, auch nicht mit der psychischen Gesundheit vor dem Ereignis.
 
Es kommt vielmehr auf die speziellen Umstände an:
 
o In welcher Stimmung war der Betroffene zu Beginn des Ereignisses?
 
o Wie sind die Begleitumstände?
 
o Wie plötzlich, intensiv und unvorhersehbar war das Ereignis?
 
o Hat der Betroffene sich während des Ereignisses ohnmächtig und hilflos gefühlt oder hat er etwas tun können zur Bewältigung der Situation?
 
o Und: Wie viel Unterstützung hat er nach dem Ereignis als Hilfe zur Verarbeitung gehabt, besonders durch Freunde und Verwandte?
 
o Traf das Ereignis vielleicht auf ähnliche Vorerfahrungen, die mit angesprochen wurden?
 
Daher können selbst anscheinend harmlose Ereignisse tiefe Spuren hinterlassen; anders herum kann auch ein sehr dramatisches und bedrohliches Geschehen unter Umständen folgenlos bleiben.
 
Bild: Wenn Ralf Schuhmacher sich mit 200 überschlägt, wird er das anders erleben und verarbeiten wie du und ich.
 
In den meisten Fällen werden aber existenzbedrohende, lebensbedrohliche und überraschende Situationen eine Traumatisierung hinterlassen.
 
 
Was versteht man jetzt unter Trauma?
 
 
Definitionen von Trauma:
 
Traumata, d.h. traumatische Erlebnisse, sind Situationen, in denen Menschen von plötzlich auftretenden, heftigen bedrohlichen Ereignissen überrascht werden, auf die sie sich nicht (mehr) einstellen oder ihnen anpassen und ihnen auch nicht entkommen können, sondern von ihnen überrollt werden und dadurch in einen ungeschützten Angst-Schreck-Schock-Zustand bzw. Verwirrungszustand geraten. Oder anders ausgedrückt, einen überflutenden „Stresszustand“ erleben, der ihre kognitiven und emotionalen Bewältigungsmechanismen überfordern und die Körperregulation in eine Art Kurzschluss-Situation katapultieren.
 
Michaela Huber, eine deutsche Traumaexpertin definiert Trauma als plötzliche, lang anhaltende oder sich wiederholende, existenziell bedrohliche und ausweglose Ereignisse, bei denen Menschen in die so genannte traumatische Zange geraten.
Die traumatische Zange symbolisiert, dass Bedrohung existiert, worauf die beiden Alarmglocken des Menschen läuten. Angst ist die psychische Alarmglocke, Schmerz die körperliche.
Diese Kombination aus Bedrohung, Angst und Schmerz löst im Organismus Stress aus und es kommt zu einer körperlichen Erregung – am ehesten mit „Weg hier!!“ zu assoziieren. Es besteht aber keine Fluchtmöglichkeit (no flight) und der Betroffene erfährt dadurch Hilflosigkeit.
Die nächste Möglichkeit zu entkommen, wäre kämpfen, aber auch das gelingt nicht (no fight). Dadurch entsteht die Erfahrung von Ohnmacht.
Dann bleibt nur noch die innerliche und äußerliche Erstarrung (freeze), die als erstarrtes Ausgeliefertsein erlebt wird und schließlich die Unterwerfung, die sich als „Totstellreflex“ zeigen kann.
 
Wie Sie sehen können, haben wir es hier zu tun mit sehr archaischen Mechanismen – in der Bedrohung geht es oftmals ums Überleben. Die beiden Hirnareale Amygdala und Hippocampus im limbischen System werden umgehend in Alarmbereitschaft gesetzt. Nähere hirnphysiologische zusammenhänge entnehmen Sie bitte der unten angeführten Literatur.
 
 
Beispiele für Erlebnisse, die Traumata auslösen können, sind Gewalt, Krieg, Folter, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch, körperliche und seelische Misshandlung, aber auch Unfälle, Katastrophen, Krankheiten oder plötzliche Verluste vertrauter Menschen. Auch schwere emotionale Vernachlässigung, seelische Grausamkeit, Verwahrlosung, soziale Ausgrenzung oder Mobbing können zu einer Traumatisierung führen. Mitunter kann auch die bloße Zeugenschaft eines solchen Ereignisses traumatisierende Wirkungen auf den Beobachtenden entfalten.
 
 
Bild: Eine ganze Schulklasse muss hilflos zusehen, wie ein Mitschüler den Lehrer ersticht: 30 Schüler sind wie versteinert, leiden an Schuldgefühlen und Angstzuständen.
Bei einem Flugzeugunglück sterben viele Menschen: Die Überlebenden können die Bilder des Schreckens nicht mehr vergessen.
Ein ICE entgleist bei 220 Stundenkilometern, dutzende Tote sind bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt: Überlebende, Angehörige und Helfer sind schwer traumatisiert.
Für Opfer oder Beteiligte an Überfällen, Geiselnahmen, Unfällen oder Vergewaltigungen ist die Welt von einer Sekunde auf die nächste buchstäblich nicht mehr in Ordnung...
 
Eines der belastendsten und häufigsten Symptome ist die Wiederkehr von Erinnerungen, denen wir uns nicht entziehen können. Sie sind anders als gewöhnliches Erinnern. Man erlebt es wieder. Man ist wieder darin. Es ist „jetzt“, es ist „wie damals“, und es gibt keinen inneren Abstand dazu. Diese „Flashbacks“ sind zwingend, einmal darin, kann man es willentlich kaum oder nicht abstellen. Ausgelöst wird die Wiederkehr des Traumaerlebens durch Reize (sog. Trigger), die uns vielleicht nicht einmal bewusst werden, visuell, akustisch, geruchlich, taktil.
 
Eine weitere Reaktion ist die Wut. Im Trauma werden die persönlichen Grenzen verletzt. Die normale Gegenreaktion besteht in Aggression, um die Grenzen zu wahren oder wiederherzustellen. Da dies im Trauma nicht gelang, bleibt die Wunde sozusagen offen und Wünsche nach Rache oder Wiederherstellung spiegeln die fortdauernde Aggression.
 
Die Ohnmacht ist das Kernstück der traumatischen Erfahrung. Sie ist die erlebte Erkenntnis der Überwältigung, das Hineinfallen in die Hilflosigkeit, in das Ausgeliefertsein. Sie macht schwach, sie lähmt. Sie ist eine der schrecklichsten Erfahrungen, die Menschen kennen, und so tun Menschen fast alles, um diesen Zustand nicht (wieder) zu erleben.
 
Angst als weiteres Symptom führt zur Erfahrung von weiterer Schwäche und von Nicht-können, sie vermag sich so selbst zu erhalten und zu verstärken bis hin zu Panikzuständen.
 
Ein wesentliches Element von Trauma ist die innere Abspaltung. Sie rettet uns in der Situation vor Schmerz und Gefühlsüberflutung, vorzustellen, als ob man geistig wegtritt, sich in Zeitlupe wie von außen betrachtet, wie da jemandem etwas geschieht und dieser jemand scheint ein ganz anderer zu sein. Dauert die Dissoziation jedoch an, kann sie unterschiedlichste Formen und Ausprägungen annehmen bis hin zur Dissoziativen Identitätsstörung DIS (Stichwort: Multiple Persönlichkeit)
 
Schuld, Scham, Trauer, Verleugnung, Zukunftsangst, Reinszenierung, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Isolation sind weitere Traumafolgeerscheinungen, die unweigerlich Auswirkungen auf das alltägliche Leben haben.
Man könnte sagen, jeder Traumatisierte entwickelt seine eigene Strategie, um sich vor der Emotionsspirale zu schützen.
 
Langfristig können nach solchen Ereignissen Depressionen, Angststörungen, Anpassungsstörungen, psychosomatische Störungen, Persönlichkeitsveränderungen sowie Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) auftreten.
 
Studien belegen, dass etwa 25-30% der Menschen, die ein einmaliges Trauma, ein sog. Monotrauma, erlitten haben, auch eine PTBS entwickeln.
Als Richtschnur gilt: Dauern die Symptome auch noch nach 8 Wochen nach dem Ereignis an und führen zu teils massiven Einschränkungen im Alltag, hat sich eine chronische Belastungsstörung entwickelt. Manchmal zeigt sich die Symptomatik erst Monate oder Jahre später und wird oft nicht mehr mit dem auslösenden Ereignis in Zusammenhang gebracht.
 
Im Sinne von: „Ein Trauma, das man nicht realisiert, muss man wiedererleben oder reinszenieren.“
 
Viele Menschen leiden daher lange an Symptomen wie Angst, Schlafstörungen, Albträumen, Schmerzsyndromen, heftigen Gefühlszuständen und haben möglicherweise schon weitere Folgesymptome entwickelt: Sie trinken zu viel, essen zu wenig, rauchen Kette, arbeiten von morgens bis abends – und versuchen, sich dadurch das untergründig Rumorende „vom Hals zu halten“. Oder sie werden depressiv und krank, gehen von Arzt zu Ärztin, von Heilpraktiker zu Physiotherapeutin, von Schamane zu Psychotherapeutin und suchen nach Hilfe.
 
Vielleicht wissen sie nicht einmal bewusst, dass es unbewältigte Lebenserfahrungen sind, die sie quälen, sondern sie versuchen, die Folgen davon zu bekämpfen und „wegzukriegen“: die chronische innere Unruhe und die Sucht, die seelischen Abstürze, den Lebensüberdruss, die Beziehungsstörungen.
Unter Umständen sind sie sich selbst ein Rätsel und wissen vor allem eins: “Ich leide. Und ich will, dass das Leiden aufhört.“
 
Irgendwann überlegt vielleicht eine der vielen HelferInnen, ob die Symptome eventuell mit der Vergewaltigung damals zu tun haben könnten, oder mit den schrecklichen Kindheitserlebnissen oder einer anderen Traumatisierung und fügt hinzu: „Machen Sie doch einmal eine Traumatherapie.“ Und nachdem man schon alles probiert hat, könnte man bei sich denken: Na gut, dann probiere ich eben das auch noch...
 
 
Traumata –
Vom Zwang des Vergessens,
der Sprachlosigkeit,
und der Wiederholung
zum heilsamen Erinnern...
 
 
Viele Menschen verstehen unter Traumabehandlung, wenn sie nicht genauer darüber aufgeklärt wurden, ausschließlich die Traumaexposition, also das Sich-Aussetzen der schlimmsten Bilder, Gefühle und Schmerzen. Sie glauben, wenn sie all das Schreckliche, was sie früher erlebt haben, nach ein, zwei kurzen Vorgesprächen noch einmal im Sinne einer Katharsis (Reinigung) durchleben, so als würden sie eine Eiterbeule aufschneiden und alles herauslaufen lassen, dann sei das Traumabehandlung, und danach gehe es ihnen besser.
 
Natürlich gibt es wenige Ausnahmen, bei denen es genau so funktioniert. Doch die meisten Traumatherapien sehen anders aus.
 
Aus den Erfahrungen vieler KollegInnen ergibt sich heute ein Vorgehen, das sich in folgende Stadien gliedert:
1. Stadium: Diagnostik, Stabilisierung, Aufbau einer tragfähigen Arbeitsbeziehung und Ressourcenarbeit
2. Stadium: Umgang mit brisanten Affekten; Distanzierung von belastendem Traumamaterial
3. Stadium: Traumasynthese, Integration und Trauerarbeit
 
“The slower you go, the faster you get there!“
Je sorgfältiger wir sind, desto schneller kommen wir voran.
 
Ein hoher Prozentsatz der Traumaarbeit ist nicht unmittelbare Auseinandersetzung mit den Inhalten des Traumas, sondern handelt von ganz anderen Dingen: eigene Fähigkeiten, Umgang mit schwierigen Gefühlen und Erinnerungen, festen Boden unter die Füße kriegen und so weiter.
 
Die KlientIn ist die ExpertIn ihres Lebens!
 
Der traumatisierte Mensch weiß die Lösung für seine Probleme am besten selbst; nur gilt es, gemeinsam mit der TherapeutIn, diese Lösungen zu finden und umzusetzen.
 
Bevor sich TherapeutIn und KlientIn auf das Abenteuer einlassen, gemeinsam die Reise in die Untiefen der Traumatisierungserfahrungen der KlientIn anzutreten, sollten einige wichtige Grundregeln der Arbeit besprochen werden.
 
So wichtig es ist, in der Traumabehandlung über Möglichkeiten zu sprechen, einen Umgang zu finden, so bedeutsam werden auch die Grenzen sein.
 
Die 1. Frage könnte lauten: Mag ich die TherapeutIn, mögen wir uns? Nichts ist wichtiger als jemanden zu finden, bei dem man das Gefühl hat, sich auf sicherem Terrain zu bewegen.
Letztlich geht es darum, eine liebevolle, in jedem Fall aber eine respektvolle Arbeitsbeziehung aufzubauen.
 
Empathie bzw. Feinfühligkeit wird ein zentraler Punkt der guten Arbeitsbeziehung sein.
 
Abstinenz ist deshalb sehr wichtig, weil die KlientIn zu Recht in ihrer TherapeutIn jemanden erwartet, die sich nicht in ihre alten Mechanismen, Rollenspiele und Täter-Opfer, bzw. Täter-Retter-Spaltungen verwickeln lässt.
Also wird die TherapeutIn die KlientIn nicht „retten“, wird ihr keine „guten Ratschläge erteilen“, wird sie nicht bei sich zu hause einquartieren oder mit ihr auf Urlaub fahren, wird sie nicht für die Renovierung ihres Hauses oder als Putzfrau beschäftigen, wird nicht mit ihr erotisch herumspielen, nicht gemeinsam mit ihr Alkohol trinken oder Haschisch rauchen und schon gar nicht mit ihr schlafen. Das alles existiert auch.
 
Die TherapeutIn erlebt sich in einer Doppelfunktion während der Traumatherapie: als engagierte ExpertIn und als Lernende. Das ist das Schöne an diesem Beruf: In der Psychologie haben wir nie „ausgelernt“. Wir können nicht alle menschlichen Dimensionen, Konflikte und Ereignisse studieren und dann einfach hochrechnen. Am meisten lernen wir in der konkreten Praxis mit der KlientIn gemeinsam.
 
Der Zeitpunkt für die Traumadurcharbeitung wird gemeinsam bestimmt.
 
Vorher ist zu klären eine ausreichende innere und äußere Sicherheit, ob eventuell noch Täterkontakt besteht, wie es ausschaut mit Selbst- und Fremdgefährdung, innerer Kooperation und Hilfsmöglichkeiten, befriedigender Affektkontrolle und dem möglichen Rückgriff auf innere Ressourcen und schließlich mit einem äußeren stabilen sozialen Netzwerk der KlientIn.
Das alles gehört zum Therapieplan.
 
 
 
Weshalb beginnt eigentlich Traumatherapie mit Stabilisierungs- und Ressourcen-Aktivierung?
 
Viele Menschen verstehen unter Traumatherapie ausschließlich die Durcharbeitung der einst unaushaltbaren Erfahrungen. Sie glauben, wenn sie nur rasch an den Kern der Sache – ihre schrecklichen Bilder und schmerzhaften Erinnerungen – herankämen, wenn sie genau darüber sprechen könnten, vielleicht sogar es herausschreien und dann weinen – dann wäre es gut. Wer sich mit solchen Vorerwartungen in stationäre oder ambulante Traumabehandlung begibt, wundert sich sehr, wieso ganz anders begonnen wird. Nämlich mit der Phase der Stabilisierung und Ressourcenarbeit.
 
Nicht wenige, die von ihren Albträumen und anderen Symptomen gequält werden, halten das geradezu für verschwendete Zeit. Doch dieses Vorgehen hat sich deshalb als das richtige erwiesen, weil die Arbeit am Trauma „sicheren Boden unter den Füßen“ voraussetzt, der oft erst geschaffen oder wiedergewonnen werden muss.
Deshalb wird sowohl ambulante wie stationäre Traumabehandlung immer die Stärkung des Selbstwertgefühls und die Stabilität sowie die Arbeit an den eigenen Ressourcen zunächst in den Vordergrund stellen.
 
Dies geschieht am besten mit verbalen und nonverbalen Methoden, die
  • schöne, angenehme Bilder schaffen,
  • mit Ruhe und Frieden assoziiert sind,
  • alle Sinnesqualitäten ansprechen: Hören, Riechen, Schmecken, auf der Haut fühlen, es im Körper fühlen und es schließlich „verkörpern“,
  • mit einer angenehmen Bewegung oder Aktivität verbunden werden,
  • gut verankert werden mit Hilfe von Worten und Symbolen, die helfen sollen, den angenehmen Zustand später wieder aufsuchen zu können.
 
Diese Methoden können sein:
  • Malen (angenehme Bilder in bunten Farben!)
  • Bildhauern, Töpfern, Figuren kneten
  • Geschichten hören und entwickeln
  • Entspannungsübungen
  • Angenehme Vorstellungen in Bewegungen umsetzen, zum Beispiel Tanzen
  • Ganz sanfte Körperarbeit
  • Ein Sonnenbuch anschaffen: dort hinein nur ausschließlich gute Erlebnisse schreiben, Gedichte, Lieder
  • Ein Therapietagebuch,das man in die Sitzungen mitbringt
  • Musik, die ermutigt und anregt, in jedem Fall gute Laune macht.
 Der Einsatz von imaginativen Verfahren, EMDR, hypnotherapeutischen Elementen, der Bildschirmtechnik, Ego-State-Therapie oder auch der Methode EDxTM leiten die Traumatisierten behutsam, sicher und effektiv durch die Wellenberge und -täler einer Traumaexposition.
 
 
 
In Bezug auf Traumatherapie können wir sagen: Mit Menschen, die völlig „durch den Wind“ sind, kann man keine Traumabearbeitung durchführen. Es stimmt: Wer mit der Kraft am Ende ist, kann sein Trauma nicht integrieren.
Umgekehrt heißt das: Wer erfolgreich am eigenen Trauma arbeiten will, muss Zeit für Regeneration, Erholung, Spaß und Spiel einplanen. Diese Zeit ist nicht Luxus, sondern bittere Notwendigkeit, um wieder Boden unter die Füße zu kriegen. Und nur wer mit beiden Beinen auf dem Boden steht, kann sich mit früheren Schrecken auseinandersetzen!
 
Eine Übung, die ich gerne in Therapiesitzungen einbaue, weil sie leicht und mühelos in einen angenehmen Zustand bringt, bei der es um eine Form der inneren Konzentration geht, ist die Übung
„Der innere Garten“.
 
Diese Übung ist als Anregung gedacht. Allen Übungen ist gemeinsam, dass Sie entweder ruhig oder neugierig und offen für Neues sein sollten.
 
Wenn Sie von der Übung profitieren, dann könnte sie Ihnen vielleicht das freudige Gefühl vermitteln, etwas an sich und in sich zu entdecken und ganz allmählich zu lernen, alles was da in Ihnen ist, auf achtsame Weise zu respektieren und zur Veränderung zu nutzen!
 
 

Mag. Ulrike Urtz, Februar 2008
 
 
 
 
 
 
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